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Schweissmaske & Schweissschild: Schutz für Hobby Schweißer

Der Schweißschild, auch Schweißmaske genannt, schützt die Augen vor der Helligkeit und das Gesicht vor der UV-Strahlung. Vom preislichen Niveau unterscheiden sich Schweißschilde kaum von Schweißerbrillen, können im Gegensatz zu Brillen allerdings für fast alle Schweißverfahren eingesetzt werden.

Für den gelegentlichen Gebrauch ist der Schweißschild eine gute Wahl, wodurch er besonders für Privatanwender und Hobbyschweißer interessant ist – im Folgenden geben wir Tipps zum Kauf und stellen Unterschiede vor.

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Wie funktioniert ein Schweißschild?

Der Schild, auch Schweißerschutzschild genannt, ist die baulich einfachste Variante, um Ihren Kopf vor den Gefahren beim Schweißen zu schützen. Er besteht aus einem geschwungenen Schutzgehäuse mit einem Schutzglas, welches an einem Handgriff gehalten wird. Somit haben Sie bei der Verwendung eines Schweißschildes nur eine Hand frei.

Bei der Produktion ist der Hersteller angehalten, einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Somit gilt die Norm EN 169 (Filter für das Schweißen und verwandte Verfahren) auch für Schweißschilde. Die Schutzstufen sind die gleichen wie bei automatischen Schweißschilden und selbstverständlich müssen auch die Schilde die CE-Kennzeichnung aufweisen.

Die Auswahl auf dem Markt ist aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten beschränkt. Außerdem bieten günstige Hersteller für geringfügig höhere Preise bereits Schweißhelme von durchschnittlicher Qualität an.

Unterschiede in Materialien und Größen

Die Hersteller günstiger Schweißschilde setzen auf Kunststoffe. Aufgrund des niedrigen Preises werden gern Polyethylen oder Polypropylen genutzt. Mit beiden Materialien sollten Sie aufgrund der eher niedrigen Schmelzpunkte nicht zu nahe an den Lichtbogen herangehen.

  • Polypropylen verträgt bis zu 100 °C, sollte allerdings keinen Temperaturen unter 0 °C ausgesetzt werden, da es sonst spröde wird. Polyethylen ist unempfindlicher gegen Kälte, erweicht aber dafür bereits bei Temperaturen über 80 °C. Ein wenig Vorsicht ist also bei beiden Materialien geboten.
  • Bei etwas höherwertigen Modellen kommt Polyamid zum Einsatz. Dieses verträgt Temperaturen von über 180 °C und zeigt sich auch von Kälte unbeeindruckt. Nachteile hat es, abgesehen von einem geringfügig höheren Preis, gegenüber den anderen beiden Kunststoffen nicht.
  • Die reine Höhe und Breite des Schweißschildes sind für die Wirksamkeit eher von passiver Bedeutung, da die Schutzstufe und Größe des Sichtfeldes davon unberührt bleiben.
  • Ein größerer Schild fängt allerdings aufgrund des Flugwinkels einen größeren Teil der Funken ab, bevor diese Ihren Körper treffen können. Weiterhin hat eine größere Höhe den Vorteil, dass Sie den Arm nicht so hoch halten müssen.

Diese Punkte sollten Sie beachten, wenn Sie häufig Schweißverfahren mit starkem Funkenflug durchführen.

Schweißschild mit Zusatzfunktionen

Eine häufig genutzte Zusatzfunktion ist ein hochklappbares Schutzglas mit einem Klarsichtschutzglas darunter. Der Zweck daran ist, dass der Schild auch bei anderen Arbeiten mit weniger Blendwirkung eingesetzt werden kann und keine separate Schutzbrille benötigt wird.

Einige Hersteller bieten verschiedene Schutzgläser zum Auswechseln für ihre Schweißschilde an, welche mit wenigen Handgriffen getauscht werden können. Das erlaubt eine Anpassung des Schweißschildes an Schweißverfahren mit unterschiedlich starker Lichtbogenbildung und macht den Schild universal einsetzbar. Ein Schweißschild mit Automatik hingegen wird nicht angeboten.

Reinigung und Pflege

Die Kunststoffoberflächen sind unempfindlich und können mit einem feuchten Lappen gereinigt werden. Milde Reinigungsmittel oder Seifen sind ebenfalls kein Problem. Lediglich von der Verwendung stark alkoholischer Reinigungsmittel oder Lösungsmittel sollten Sie Abstand nehmen, weil diese möglicherweise die Oberfläche angreifen.

Das Schweißschild aus Glas sollte zudem nicht trocken gereinigt werden, da Staub und Schmutz sonst tiefe Kratzer hinterlassen könnten und einen Austausch des Glases nötig machen. Im Zweifel sollten Sie einen Blick in die Reinigungshinweise des Herstellers werfen.

Einfache Schweißmasken und Schweißschilde sind für den Privatanwender meist ausreichend. Sie bieten Schutz vor der Helligkeit und Funken, sind aber nicht so effizient, wie Schweißhelme mit Automatik. Bei Schweißmasken oder Schilden wird mit einer Hand die Verdunkelung gehalten, mit der anderen geschweißt. Die Modelle sind dafür aber günstiger, für Schweißarbeiten, die hin und wieder stattfinden, reichen die Modelle auf alle Fälle aus.