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Ausbildung & Weiterbildung im Schweißen

Es gibt über 300 anerkannte Ausbildungsberufe, von denen eine zweistellige Zahl im Metallbereich angesiedelt ist. In vielen von diesen Berufen gehören die Grundlagen des Schweißens zur Ausbildung dazu. Das Erlernen des Schweißens ohne Grundkenntnis der Materialkunde im Metallbereich hingegen ist sehr schwierig.

Ein ausgebildeter Metallbauer ist allerdings in der Lage, sich auf das Schweißen zu spezialisieren, auch wenn seine ursprüngliche Fachrichtung keine Schweißkenntnisse enthält.

Berufe Schweissen

Schritt für Schritt zum Profi

Meist unterscheiden sich die Metallausbildungen von Betrieb zu Betrieb, aber die grundsätzlichen Anforderungen werden von der zuständigen Kammer festgelegt. Neben der Grundausbildung in einem Schweißverfahren gibt es auch fachspezifische Weiterbildungen und Auffrischungsprüfungen im Bereich des Schweißens.

So gilt eine abgelegte Schweißerprüfung meist für einen Zeitraum von 2 Jahren, wenn der Schweißer bei seiner Tätigkeit regelmäßig schweißt und keine Zweifel an seiner Eignung bestehen. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss er die Prüfung erneut absolvieren.

In den folgenden Videos gibt es ebenfalls Tipps zu den Ausbildungswegen.

Ausbildungen mit Schweißkenntnis

Bei einigen Berufen gilt die Kenntnis bestimmter Schweißverfahren als unverzichtbar. Der Anlagenmechaniker beispielsweise ist ein breites Berufsfeld mit Spezialisierung auf das Anfertigen und Fügen von Komponenten und ganzen Baugruppen. Häufig wird hier eine gewisse Schweißkenntnis einzelner Schweißverfahren vorausgesetzt.

Auszubildende zum Behälter und Apparatebauer benötigen in den meisten Fällen eine umfangreiche Schweißkenntnis. Sie arbeiten mit Großanlagen, welche sich nicht in einem Stück fertigen lassen, sondern aus mehreren Teile zusammengefügt werden. Je nach Art und Umfang der Arbeiten können weitere spezifische Kenntnisse erforderlich sein.

Beim Konstruktionsmechaniker handelt es sich um einen Beruf, der an der Herstellung einer Vielzahl von metallischen Baugruppen beteiligt ist. Er muss eine große Zahl an Bearbeitungsschritten durchführen können, die vom Drehen und Fräsen über Brennschneiden bis hin zum Schweißen reichen.

Die Metallbauer sowie ihre Fachrichtungen verfügen teilweise über Fachkenntnis im Schweißen. Bei den Fachrichtungen Metallgestaltung, Konstruktionstechnik oder Nutzfahrzeugbau beispielsweise ist die Kenntnis im Schweißen meist ein unverzichtbarer Grundbaustein der Ausbildung, während sie bei anderen Fachrichtungen hingegen eine untergeordnete Rolle spielt.

Die umfangreichste Ausbildung im Schweißen erhalten geprüfte Schweißer. Wie der Name bereits verrät, bildet das Schweißen den Hauptinhalt der Ausbildung. Der Auszubildende erlernt in der Regel die Durchführung verschiedener Schweißverfahren, kennt sich sehr gut in der Materialkunde aus und beherrscht die Grundlagen des Metallbaus.

Der Schweißerpass – im Beruf unverzichtbar

Wie oben bereits erwähnt, ist es nicht immer sinnvoll, ohne die Kenntnis der Werkstoffgrundlagen das Schweißen zu erlernen. Viele Schweißvorgänge setzen eine gewisse Kenntnis der Zusammensetzung und Schweißbarkeit von Metallen voraus, welche in einer Metallbau- oder Schweißerausbildung vermittelt wird. Es ist möglich, sich dieses Wissen durch praktische Erfahrungen und die Weitergabe durch Kollegen anzueignen, aber dies braucht viel Zeit.

Bei Schweißerlehrgängen muss klar zwischen einem Schweißerpass für die Zulassung als Schweißer und einer Weiterbildung für besondere Zwecke unterschieden werden. Schweißerpass sowie Weiterbildung können entweder für eines oder mehrere Schweißverfahren gleichzeitig gelten.

Den Schweißerpass oder Schweißerschein muss jeder Arbeiter vorweisen können, der berufliche Schweißarbeiten zu erledigen hat. In diesem Lehrgang mit abschließender Prüfung werden die theoretischen und praktischen Kenntnisse vermittelt, die der Schweißer braucht, um Gefahren von sich und Anderen abzuwenden und dabei saubere Schweißnähte zu produzieren.

Weiterbildungen im Schweißen

Eine Schweißerweiterbildung hingegen kann entweder auf eines oder mehrere Schweißverfahren, eine bestimmte Tätigkeit, spezielle Werkstoffe oder auf besondere Umgebungsbedingungen abzielen. Da die Zahl der Weiterbildungen groß ist, bilden Firmen ihre Schweißer meist gezielt in benötigten Fachrichtungen und Verfahren weiter.

Höherwertige Tätigkeiten erfordern eine besondere Ausbildung. Beispielsweise ist da der Schweißkonstrukteur zur Berechnung und Gestaltung von großen Objekten, der Schweißgüteprüfer zur fachgerechten Kontrolle der Schweißung oder der Schweißlehrer zur Unterrichtung von angehenden Schweißern.

Auf der Führungsebene überwachen Schweißtechniker oder Schweißwerkmeister die fachgerechte Ausführung der Schweißarbeiten. Ein Schweißfachingenieur steht als oberster fachlicher Ansprechpartner bei größeren Projekten in der Verantwortung.

All diese Qualifikationen werden in einem entsprechenden Lehrgang mit einer anschließenden Prüfung erworben. In einigen Fällen ist durch angemessenes Vorwissen (z.B. Studium) eine Verkürzung der regulären Lehrgangszeit möglich.

Weiterführende Informationen

Im Folgenden stellen wir noch ein paar hilfreiche Links vor.


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